In unserem FAQ-Bereich beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Photovoltaik, Speicher, Elektromobilität und unsere Leistungen. Klar, verständlich und praxisnah – damit Sie schnell die Informationen finden, die Sie benötigen.
Dieser Bereich wird aktuell noch aufgebaut und laufend erweitert. Schauen Sie gern bald wieder vorbei – oder sprechen Sie uns direkt an, wenn Sie eine konkrete Frage haben.
Photovoltaik – Allgemeine Fragen
Hier finden Sie Antworten auf grundlegende Fragen rund um Photovoltaik, Funktionsweise und Rahmenbedingungen. 1. Was ist eine Photovoltaikanlage und wie funktioniert sie?
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. In den Solarmodulen sitzen Solarzellen, die bei Lichteinfall Gleichstrom erzeugen. Ein Wechselrichter wandelt diesen Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um, der entweder direkt im Gebäude verbraucht oder ins öffentliche Netz eingespeist wird. 2. Worin unterscheidet sich Photovoltaik von Solarthermie?
Photovoltaik erzeugt Strom, Solarthermie erzeugt Wärme. PV-Module bestehen aus Solarzellen, die elektrische Energie liefern, während Solarthermie-Kollektoren eine Flüssigkeit erhitzen, die z. B. für Warmwasser oder Heizungsunterstützung genutzt wird. Beide Systeme können sich sinnvoll ergänzen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. 3. Lohnt sich eine PV-Anlage in Deutschland überhaupt?
Ja, in der Regel lohnt sich eine PV-Anlage in Deutschland. Dank moderner Modultechnik, gestiegener Strompreise und stabiler Einstrahlungswerte ist die solare Stromerzeugung wirtschaftlich attraktiv. Die Amortisationszeit hängt von Anlagengröße, Eigenverbrauch, Speicher, Dachausrichtung und Investitionskosten ab und liegt häufig im Bereich von wenigen Jahren bis rund einem Jahrzehnt. 4. Aus welchen Komponenten besteht eine typische PV-Anlage?
Eine Anlage besteht im Wesentlichen aus Solarmodulen, Unterkonstruktion, einem oder mehreren Wechselrichtern, Verkabelung sowie Schutz- und Schaltelementen. Optional kommen Batteriespeicher, Energiemanagement-System, Wallbox und Zählertechnik hinzu, um den Eigenverbrauch zu optimieren und weitere Verbraucher einzubinden. 5. Wie lange hält eine PV-Anlage?
Moderne Solarmodule sind auf eine Lebensdauer von 25 Jahren und mehr ausgelegt, oft mit entsprechenden Leistungs- und Produktgarantien. Wechselrichter haben meist eine etwas kürzere Lebensdauer, typischerweise 10–15 Jahre, können aber ausgetauscht werden, ohne dass die gesamte Anlage erneuert werden muss. Insgesamt ist Photovoltaik eine sehr langlebige Investition. 6. Wie hoch ist der Wartungsaufwand für eine PV-Anlage?
PV-Anlagen sind weitgehend wartungsarm. Neben einer regelmäßigen Sichtkontrolle von Dach, Kabeln und Wechselrichter reicht meist eine gelegentliche Reinigung, sofern Verschmutzungen die Leistung beeinträchtigen. Über Monitoring-Systeme lässt sich die Funktion bequem überwachen, sodass Auffälligkeiten früh erkannt werden können. 7. Was bedeuten Eigenverbrauch und Autarkiegrad?
Eigenverbrauch ist der Anteil des erzeugten Solarstroms, der direkt im Gebäude genutzt wird. Der Autarkiegrad beschreibt, wie viel Ihres gesamten Jahresstrombedarfs Sie mit der PV-Anlage (und ggf. Speicher) selbst decken. Ein hoher Eigenverbrauch und ein hoher Autarkiegrad reduzieren Ihre Stromkosten und machen Sie unabhängiger vom Energieversorger. 8. Muss ich meine PV-Anlage anmelden?
Ja, jede netzgekoppelte PV-Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister registriert werden. Außerdem sind je nach Anlagengröße technische Vorgaben des Netzbetreibers einzuhalten. Wir unterstützen Sie bei den erforderlichen Anmeldungen und stimmen alle Schritte mit dem Netzbetreiber ab. 9. Habe ich bei einem Stromausfall automatisch Notstrom?
Nein. Standard-PV-Anlagen schalten sich bei Stromausfall aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Notstrom- oder Ersatzstromfähigkeit erfordert spezielle Wechselrichter, Speicherlösungen und eine passende Hausinstallation. Wenn gewünscht, planen wir Ihre Anlage so, dass definierte Verbraucher bei Netzausfall weiter versorgt werden können. 10. Wie schnell rechnet sich eine PV-Anlage?
Die Amortisationszeit ist individuell und hängt von Investitionskosten, Strompreis, Eigenverbrauchsanteil, Speicher und Förderungen ab. In vielen Fällen werden Investitionen innerhalb weniger Jahre bis rund zehn Jahren wieder eingespielt – bei einer technischen Lebensdauer von 20–30 Jahren. Wir erstellen Ihnen gerne eine konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnung für Ihr Projekt.
Photovoltaik im Einfamilienhaus
Speziell für Eigenheimbesitzer: Dach, Anlagengröße, Speicher und typische Abläufe im Einfamilienhaus. 1. Eignet sich mein Dach für eine PV-Anlage?
Grundsätzlich sind die meisten Dächer geeignet. Wichtige Faktoren sind Ausrichtung, Dachneigung, nutzbare Fläche, Statik und Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude. Im Rahmen einer Vorprüfung prüfen wir anhand von Fotos, Plänen und einem Vor-Ort-Termin, ob und wie Ihr Dach optimal genutzt werden kann. 2. Wie groß sollte eine PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus sein?
In der Regel empfehlen wir, die Dachfläche so sinnvoll wie möglich auszunutzen, statt nur den aktuellen Verbrauch zu decken. Hintergrund sind steigende Strombedarfe (E-Auto, Wärmepumpe, Klimatisierung) und die lange Lebensdauer der Anlage. Die konkrete kWp-Größe richtet sich nach Fläche, Budget, geplanter Zukunftsnutzung und Netzvorgaben. 3. Brauche ich unbedingt einen Batteriespeicher?
Ein Speicher ist kein Muss, erhöht aber den Eigenverbrauch und den Autarkiegrad deutlich, vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Ob sich ein Speicher wirtschaftlich lohnt, hängt von Ihrem Lastprofil, den Strompreisen und der Speichergröße ab. Wir beraten Sie, ob ein Speicher in Ihrem Fall sinnvoll ist oder zunächst später nachgerüstet werden sollte. 4. Muss mein Dach vor der Installation erneuert werden?
Das Dach sollte in einem guten, tragfähigen Zustand sein und idealerweise noch viele Jahre halten. Ist absehbar, dass in den nächsten Jahren eine Neueindeckung nötig wird, prüfen wir gemeinsam Varianten: etwa eine vorgezogene Dachsanierung mit anschließender PV-Montage oder ein abgestimmtes Vorgehen mit Ihrem Dachdeckerbetrieb. 5. Wie läuft ein typisches PV-Projekt im Einfamilienhaus ab?
Üblicher Ablauf: Erstberatung & Datenaufnahme, technisches Vor-Konzept, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Angebot, ggf. Vor-Ort-Termin, Auftragsbestätigung, Detailplanung, Netz- und ggf. Förderanträge, Montage & Elektroinstallation, Inbetriebnahme und Einweisung. Danach stehen wir Ihnen weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. 6. Muss ich an meiner bestehenden Heizung etwas ändern?
Für eine reine PV-Anlage ist meist keine Änderung an der bestehenden Heizung nötig. Wenn Sie Ihre Heizung auf Wärmepumpe umstellen oder elektrische Zusatzheizungen (z. B. Infrarot) integrieren möchten, prüfen wir gemeinsam, wie die PV-Anlage diese Systeme optimal unterstützen kann. 7. Kann ich meine Wärmepumpe mit der PV-Anlage koppeln?
Ja, das ist in vielen Fällen sehr sinnvoll. Über ein Energiemanagement-System kann die Wärmepumpe bevorzugt dann laufen, wenn die Sonne scheint, wodurch Sie mehr eigenen Solarstrom nutzen und Ihre Heizkosten senken. Wir berücksichtigen diese Kopplung bereits in der Auslegung Ihrer Anlage. 8. Benötige ich eine Baugenehmigung für die PV-Anlage?
In vielen Fällen sind PV-Anlagen auf dem Dach genehmigungsfrei, es gibt aber Ausnahmen (z. B. Denkmalschutz, besondere Bauordnungen, Fassadenanlagen, Carports oder Freiflächen). Wir prüfen die Rahmenbedingungen Ihres Standorts und weisen Sie auf eventuell notwendige Genehmigungen hin. 9. Steigert eine PV-Anlage den Wert meiner Immobilie?
In der Regel ja. Eine moderne PV-Anlage mit oder ohne Speicher erhöht die Attraktivität der Immobilie, senkt die laufenden Energiekosten und verbessert häufig die Energieeffizienzklasse. Das kann sich positiv auf Verkaufspreis, Vermietbarkeit und Finanzierungskonditionen auswirken. 10. Was kostet eine PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus ungefähr?
Die Kosten hängen von der Anlagengröße, den gewählten Komponenten (Module, Wechselrichter, Speicher, Wallbox), den baulichen Gegebenheiten und dem Installationsaufwand ab. Statt pauschaler Zahlen erhalten Sie von uns ein individuelles Angebot mit transparenter Aufschlüsselung und einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für Ihr Objekt.
Elektromobilität & Wallbox
Fragen rund ums Laden von Elektrofahrzeugen mit Solarstrom, Wallboxen und Lastmanagement. 1. Kann ich mein Elektroauto direkt mit meiner PV-Anlage laden?
Ja. Mit einer passenden Wallbox und einem Energiemanagement-System kann Ihr E-Auto gezielt mit Solarstrom vom Dach geladen werden. Je nach Einstellung können Sie Überschussladen nutzen (nur Solarstrom) oder eine Kombination aus Solarstrom und Netzstrom, um Ladezeiten und Kosten optimal zu steuern. 2. Brauche ich eine Wallbox oder reicht eine normale Steckdose?
Eine normale Haushaltssteckdose ist nicht für dauerhaft hohe Ladeleistungen ausgelegt und lädt sehr langsam. Eine Wallbox lädt sicherer, effizienter und deutlich schneller. Außerdem ermöglicht sie Funktionen wie Lastmanagement, PV-Überschussladen und die Erfassung der Lademengen für Abrechnung oder Dienstwagen-Nutzung. 3. Was ist besser: 11 kW oder 22 kW Wallbox?
11 kW-Wallboxen sind in den meisten Fällen ausreichend und müssen lediglich beim Netzbetreiber angemeldet werden. 22 kW-Wallboxen benötigen zusätzlich eine Genehmigung und viele Fahrzeuge können 22 kW AC gar nicht vollständig nutzen. Wir empfehlen im Privatbereich meistens 11 kW und prüfen im Einzelfall, ob 22 kW sinnvoll sind. 4. Was bedeutet PV-Überschussladen?
Beim PV-Überschussladen wird das Fahrzeug vorzugsweise mit dem Strom geladen, der gerade nicht im Haus benötigt wird und sonst ins Netz gehen würde. So maximieren Sie Ihren Eigenverbrauch und fahren einen möglichst großen Anteil Ihrer Kilometer mit eigenem Solarstrom. Die Ladeleistung kann dabei dynamisch an die aktuelle PV-Produktion angepasst werden. 5. Kann ich mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden?
Ja, mit einem intelligenten Lastmanagement können mehrere Wallboxen so gesteuert werden, dass die maximale Hausanschlussleistung nicht überschritten wird. Die verfügbare Leistung wird dann zwischen den Fahrzeugen verteilt. Wir planen die Ladeinfrastruktur so, dass sie auch zukünftiges Wachstum berücksichtigen kann. 6. Wie wirkt sich das Laden eines E-Autos auf meine Stromrechnung aus?
Das Laden erhöht Ihren Stromverbrauch, ersetzt aber gleichzeitig Ausgaben für Kraftstoff. Wenn ein großer Teil des Ladebedarfs mit günstigem Solarstrom gedeckt wird, sinken die Gesamtkosten pro gefahrenem Kilometer meist deutlich. In der Planung berücksichtigen wir deshalb immer auch Ihr Fahrprofil und Ihre Ladegewohnheiten. 7. Gibt es Förderungen für Wallboxen oder Ladeinfrastruktur?
Förderprogramme ändern sich regelmäßig. Je nach Bundesland, Kommune, Netzbetreiber oder Förderbank kann es Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für Ladeinfrastruktur geben. Wir prüfen auf Wunsch aktuelle Programme und empfehlen, parallel Ihren Steuerberater oder Ihre Hausbank einzubinden. 8. Kann ich die Wallbox in mein Energiemanagement integrieren?
Ja, moderne Wallboxen lassen sich in Energiemanagement-Systeme einbinden. So kann die Ladeleistung in Abhängigkeit von PV-Erzeugung, Speicherzustand und Hausverbrauch gesteuert werden. Das sorgt für optimale Nutzung des Solarstroms und schützt gleichzeitig den Hausanschluss vor Überlastung. 9. Ist eine Wallbox auch in Mietobjekten oder Tiefgaragen möglich?
Ja, aber hier sind zusätzliche Abstimmungen nötig – etwa mit dem Vermieter, der Eigentümergemeinschaft (WEG) oder dem Betreiber der Tiefgarage. Technisch sind individuelle und gemeinschaftliche Lösungen möglich, z. B. mit Lastmanagement und separater Abrechnung. Wir unterstützen bei der Konzeption und Abstimmung der Lösung. 10. Wie sicher ist das Laden mit einer Wallbox?
Fachgerecht installierte Wallboxen entsprechen den aktuellen Normen und verfügen über Schutzmechanismen wie Fehlerstromschutz (RCD), Temperaturüberwachung und sichere Kommunikation mit dem Fahrzeug. Die Installation erfolgt durch qualifizierte Elektrofachkräfte, sodass ein sicherer Betrieb gewährleistet ist.
Photovoltaik im Mehrfamilienhaus
Hier geht es um Mieterstrom, Allgemeinstrom, WEG-Lösungen und Besonderheiten in Mehrfamilienhäusern. 1. Welche Modelle gibt es für PV im Mehrfamilienhaus?
Typische Modelle sind: Versorgung des Allgemeinstroms (Treppenhaus, Aufzug, Technik), Mieterstrommodelle, bei denen Mieter direkt Solarstrom beziehen können, sowie Volleinspeisung ins Netz. Welches Modell sinnvoll ist, hängt von Eigentümerstruktur, Verbrauchssituation und rechtlichen Rahmenbedingungen ab. 2. Müssen alle Mieter beim Mieterstrom mitmachen?
Nein, Mieterstrommodelle basieren auf Freiwilligkeit. Mieter können das Angebot annehmen oder weiterhin ihren bisherigen Stromversorger nutzen. Das Modell muss so gestaltet werden, dass es auch bei teilweiser Teilnahme wirtschaftlich und organisatorisch funktioniert. Hier unterstützen wir bei der Konzeption und Kommunikation. 3. Wie funktioniert die Abrechnung von Mieterstrom?
Beim Mieterstrom gibt es meist einen zentralen Anlagenbetreiber, der den Strom aus der PV-Anlage an die teilnehmenden Mieter liefert und abrechnet. Dies erfordert ein geeignetes Messkonzept, z. B. mit Zweirichtungszählern und Untermessung. Abrechnung und Vertragsgestaltung können über spezialisierte Dienstleister oder Modelle mit Energieversorgern erfolgen. 4. Wer kann Betreiber der PV-Anlage im Mehrfamilienhaus sein?
Betreiber kann der Eigentümer, eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), eine Objektgesellschaft oder ein externer Dienstleister sein. Die Wahl des Betreibermodells beeinflusst Rechte, Pflichten, Risiken und steuerliche Behandlung. Wir zeigen Ihnen unterschiedliche Varianten und empfehlen, einen steuerlichen oder rechtlichen Berater einzubinden. 5. Was passiert, wenn Mieter ausziehen oder neue Mieter einziehen?
Mieterstromverträge sind in der Regel unabhängig vom Mietvertrag und können bei Auszug beendet werden. Neue Mieter können sich bei Einzug entscheiden, ob sie das Mieterstromangebot nutzen möchten. Ein durchdachtes Vertrags- und Abrechnungsmodell sorgt dafür, dass der Wechsel für alle Beteiligten einfach bleibt. 6. Welche technischen Voraussetzungen gibt es im Haus?
Wichtig sind ein geeigneter Zählerschrank, Platz für zusätzliche Messeinrichtungen, eine ausreichende Hausanschlussleistung und geeignete Leitungswege von Dach zu Technikraum. Bei der Vorplanung prüfen wir die bestehende Infrastruktur und zeigen ggf. notwendige Anpassungen auf (z. B. Zählerschrankumbau). 7. Lohnt sich PV im Mehrfamilienhaus trotz unterschiedlicher Verbrauchsprofile?
Ja, häufig sogar sehr. Durch den gemischten Verbrauch (Allgemeinstrom, Haushalte, ggf. Gewerbe) entsteht meist ein relativ gleichmäßiger Lastgang, der gut zur PV-Erzeugung passt. Ergänzend kann ein Speicher eingesetzt werden, um Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit weiter zu steigern. Eine Last- und Ertragsanalyse zeigt Ihnen das Potenzial konkret auf. 8. Wie wirken sich PV-Investitionen auf Mieten und Nebenkosten aus?
Je nach Modell können Investitionen teilweise über Modernisierungsumlagen, Nebenkosten oder über gesonderte Stromverträge refinanziert werden. Gleichzeitig profitieren Mieter von geringeren Energie- oder Betriebskosten. Die genaue Ausgestaltung sollte immer mit einem auf Miet- und Steuerrecht spezialisierten Berater abgestimmt werden – wir liefern dafür die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen. 9. Ist Photovoltaik auch bei Denkmalschutz oder schwierigen Dächern möglich?
In vielen Fällen ja – z. B. über zurückgesetzte Dachflächen, Flachdächer, Fassadenlösungen oder Nebenflächen wie Garagen. Bei denkmalgeschützten Objekten müssen Gestaltung und Sichtbarkeit mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen und den Verantwortlichen eine Lösung, die sowohl energetisch als auch gestalterisch passt. 10. Wie starten wir ein PV-Projekt für ein Mehrfamilienhaus oder ein Portfolio?
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Dachflächen, Verbrauchsdaten (Allgemein- und Wohnstrom), vorhandene Technikräume, Mietstruktur und Ihre strategischen Ziele (z. B. Energieeffizienzklassen, Wertsteigerung, Nebenkostenreduktion). Darauf aufbauend erstellen wir je Objekt oder für das gesamte Portfolio ein technisches und kaufmännisches Konzept mit priorisierten Maßnahmen.
Photovoltaik & Batteriespeicher
Fragen zu Sinn, Nutzen, Dimensionierung und Technik von Batteriespeichern für PV-Anlagen. 1. Welchen Vorteil bringt mir ein Batteriespeicher?
Ein Batteriespeicher speichert überschüssigen Solarstrom und stellt ihn später zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint. Dadurch steigt Ihr Eigenverbrauch, der Netzbezug sinkt und der Autarkiegrad erhöht sich. Gleichzeitig können Lastspitzen geglättet und Tarife besser genutzt werden, insbesondere im gewerblichen Bereich. 2. Wie groß sollte ein Speicher sein?
Die optimale Speichergröße hängt von Ihrem Stromverbrauchsprofil, der Anlagengröße und Ihren Zielen ab. Ein zu kleiner Speicher nutzt das Potenzial der PV-Anlage nicht voll aus, ein zu großer Speicher wird wirtschaftlich schnell unattraktiv. Wir dimensionieren den Speicher anhand Ihrer realen oder simulierten Lastgänge so, dass Technik und Wirtschaftlichkeit im Gleichgewicht sind. 3. Kann ich bei einer bestehenden PV-Anlage einen Speicher nachrüsten?
In vielen Fällen ist eine Nachrüstung möglich. Je nach bestehender Technik bieten sich AC-gekoppelte, DC-gekoppelte oder Hybridlösungen an. Wir prüfen die vorhandenen Komponenten und schlagen Ihnen Varianten vor, die technisch sinnvoll und wirtschaftlich darstellbar sind. 4. Wie lange hält ein Batteriespeicher?
Moderne Lithium-Ionen-Speicher sind auf eine Lebensdauer von vielen Jahren und eine definierte Anzahl Ladezyklen ausgelegt. Typische Herstellergarantien liegen bei 10 Jahren mit einer garantierten Restkapazität. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Nutzung, Temperatur und Systemauslegung ab. 5. Was ist der Unterschied zwischen Notstrom und Ersatzstrom?
Beim Notstrom werden meist ausgewählte Steckdosen oder Kreise über eine separate Notstromsteckdose versorgt. Beim Ersatzstrom kann das Haus (oder definierte Teile) bei Stromausfall automatisch weiterbetrieben werden, als wäre das Netz noch vorhanden. Ersatzstromlösungen sind technisch aufwendiger, bieten aber mehr Komfort und Versorgungssicherheit. 6. Was bedeutet AC- oder DC-gekoppelter Speicher?
AC-gekoppelte Speicher werden auf der Wechselstromseite eingebunden und sind besonders flexibel bei Nachrüstung. DC-gekoppelte Speicher sind direkt auf der Gleichstromseite der PV-Anlage angeschlossen und können hohe Wirkungsgrade bieten, benötigen aber passende Hybridwechselrichter. Wir wählen die passende Lösung in Abhängigkeit von Bestand und Zielsetzung aus. 7. Lohnt sich ein Speicher wirtschaftlich?
Ob sich ein Speicher wirtschaftlich lohnt, hängt von Strompreis, Eigenverbrauchssteigerung, Investitionskosten und Förderungen ab. Neben der reinen Wirtschaftlichkeit spielt oft auch der Wunsch nach Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit eine Rolle. Wir betrachten beides – Zahlen und Komfort – und berechnen für Sie unterschiedliche Szenarien mit und ohne Speicher. 8. Kann ich meinen Speicher später erweitern?
Viele Systeme sind modular aufgebaut und lassen Erweiterungen zu – teilweise innerhalb bestimmter Zeitfenster oder Kapazitätsgrenzen. Wenn absehbar ist, dass Ihr Bedarf wächst (mehr E-Autos, Wärmepumpe, zusätzliche Verbraucher), berücksichtigen wir dies bereits in der Auswahl des Systems und der ersten Dimensionierung. 9. Wie sicher sind Batteriespeicher?
Marken-Speicher erfüllen strenge Sicherheitsnormen und sind mit Schutzmechanismen wie Temperaturüberwachung, Überlade- und Tiefentladeschutz ausgestattet. Eine korrekte Planung, fachgerechte Installation und die Einhaltung von Abständen, Belüftung und Brandschutzvorgaben sind entscheidend. Das berücksichtigen wir bereits im Konzept und in der Ausführung. 10. Was passiert, wenn der Speicher voll oder leer ist?
Ist der Speicher voll, wird zusätzlicher Solarstrom wie gewohnt im Haus verbraucht oder ins Netz eingespeist. Ist der Speicher leer, beziehen Sie Strom aus dem Netz. Das Energiemanagement sorgt automatisch dafür, dass Speicher, PV-Anlage und Netzbezug optimal zusammenspielen – ohne dass Sie etwas umstellen müssen.
Gewerbliche & C&I-Photovoltaikanlagen
Fragen zu gewerblichen Dachanlagen, C&I-Projekten und größeren Leistungen bis in den MW-Bereich. 1. Was versteht man unter C&I-PV-Anlagen?
C&I steht für „Commercial & Industrial“ und umfasst Photovoltaikanlagen für Gewerbe, Industrie, Logistik, Handel, Kommunen und andere Nichtwohngebäude. Hier geht es meist um größere Leistungen, Lastspitzenmanagement, optimierte Betriebskosten und die strategische Weiterentwicklung des Immobilienbestands. 2. In welchen Leistungsbereichen bewegen sich gewerbliche Anlagen typischerweise?
Gewerbliche Dachanlagen starten häufig ab einigen zig Kilowattpeak und reichen bis in den Megawattbereich. Ab bestimmten Leistungen greifen zusätzliche technische und regulatorische Anforderungen (z. B. Einspeisepunkte, Schutzkonzepte, Mittelspannung). Wir planen Anlagen so, dass sie sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll in Ihre Infrastruktur integriert werden können. 3. Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit einer PV-Anlage?
Typische Ziele sind die Senkung der Strombezugskosten, das Glätten von Lastspitzen, die Absicherung gegen steigende Energiepreise, die Verbesserung der CO₂-Bilanz und der ESG-Kriterien sowie die Aufwertung der Immobilien. Häufig spielen auch Mieterstrom- oder Ladeinfrastruktur-Angebote für Mitarbeiter eine Rolle. 4. Was ist eine Lastganganalyse und warum ist sie wichtig?
Eine Lastganganalyse wertet Ihren Stromverbrauch über den Tages- und Jahresverlauf aus. Sie zeigt, wann wie viel Energie benötigt wird und wie gut dieser Bedarf zu einer PV-Erzeugungskurve passt. Auf Basis dieser Analyse dimensionieren wir Anlage und Speicher so, dass Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit optimiert werden – statt nur die Dachfläche möglichst voll zu belegen. 5. Welche Flächen kommen für gewerbliche PV-Anlagen in Frage?
Typische Flächen sind Hallendächer, Büro- und Verwaltungsgebäude, Parkhäuser, Carportanlagen, Fassadenflächen oder gegebenenfalls angrenzende Freiflächen. Bei größeren Portfolios betrachten wir alle Standorte und priorisieren die besten Flächen nach technischem und kaufmännischem Potenzial. 6. Welche Rolle spielen Netzanschluss und technische Vorschriften bei größeren Anlagen?
Ab bestimmten Leistungsgrenzen sind zusätzliche Anforderungen zu erfüllen, z. B. Blindleistungsbereitstellung, Fernwirktechnik, Einspeisemanagement oder ein Anschluss an die Mittelspannung. Diese Vorgaben werden vom Netzbetreiber definiert. Wir übernehmen die Abstimmung mit dem Netzbetreiber und integrieren die Anforderungen in Planung und Angebot. 7. Kann eine C&I-Anlage mit Ladeinfrastruktur und Wärmesystemen kombiniert werden?
Ja, genau hier liegen große Potenziale. PV-Anlage, gewerbliche Ladeinfrastruktur (E-Fuhrpark, Mitarbeiter), Wärmepumpen oder Kälteanlagen können in einem gemeinsamen Energiemanagement zusammengeführt werden. So lassen sich Eigenverbrauch, Lastspitzenmanagement und CO₂-Reduktion optimal kombinieren – ein wichtiger Baustein moderner Energiekonzepte. 8. Welche Betriebs- und Geschäftsmodelle sind möglich (Kauf, Pacht, PPA)?
Unternehmen können Anlagen klassisch kaufen, über Kredite oder Leasing finanzieren oder in Contracting-/Pacht- und PPA-Modelle gehen, bei denen ein externer Betreiber die Investition übernimmt und der Strom zu vereinbarten Konditionen geliefert wird. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Bilanzierung, Liquidität, Risikoprofil und strategischen Zielen ab – wir zeigen Ihnen die Optionen auf. 9. Wie wirkt sich eine C&I-PV-Anlage auf die Bewertung von Unternehmensimmobilien aus?
Eine gut geplante PV-Anlage kann die Attraktivität und den Wert einer Immobilie erhöhen, da sie Betriebskosten senkt, Energieeffizienzklassen verbessert und ESG-Anforderungen unterstützt. Das kann sich positiv auf Mietverhältnisse, Verkaufserlöse und Finanzierungskonditionen auswirken. Besonders bei Portfolios ist ein strukturierter Ansatz sinnvoll, um Wertsteigerungen sichtbar zu machen. 10. Wie läuft ein C&I-Projekt typischerweise ab?
Ablauf: Analyse von Lastgängen und Flächen, Definition Ihrer Ziele, Vorplanung der Anlagen, Variantenvergleich mit und ohne Speicher, Investitions- und Wirtschaftlichkeitsrechnung, Auswahl des Geschäftsmodells, detaillierte Planung, Netz- und Genehmigungsanträge, Umsetzung und Inbetriebnahme. Danach begleiten wir Sie beim laufenden Betrieb und Monitoring Ihrer Anlage(n).
Finanzierung, Förderung & Abschreibung
Antworten zu Kauf, Finanzierung, Förderprogrammen und steuerlichen Aspekten. Bitte beachten Sie: Dies ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. 1. Welche Finanzierungsmodelle bieten Sie für PV-Anlagen an?
Grundsätzlich sind klassische Kaufmodelle, Bankfinanzierungen, Leasing- und Contracting-Modelle möglich. Gemeinsam mit Finanzierungspartnern können wir Lösungen anbieten, bei denen die Anlage teilweise oder vollständig über die eingesparten Energiekosten refinanziert wird. Welche Variante zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Ausgangssituation und Ihren Zielen ab. 2. Kann ich eine PV-Anlage auch ohne eigenes Kapital realisieren?
Ja, über geeignete Finanzierungsmodelle ist dies oft möglich. Je nach Bonität und Projekt können Banken oder Finanzierungspartner die Investition vorfinanzieren, während Sie die Raten mit den eingesparten Stromkosten und ggf. Einspeiseerträgen bedienen. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Zahlungsströme über die Jahre entwickeln können. 3. Gibt es staatliche Förderungen oder Zuschüsse für PV, Speicher und Ladeinfrastruktur?
Ja, je nach Zeitraum, Bundesland und Anlagentyp existieren verschiedene Programme (z. B. Förderbanken, Kommunen, Netzbetreiber). Da sich Förderbedingungen regelmäßig ändern, prüfen wir zum Projektzeitpunkt die für Sie relevanten Programme und empfehlen, zusätzlich Ihre Hausbank oder einen Fördermittelberater einzubinden. 4. Wie wirkt sich eine PV-Anlage steuerlich im Einfamilienhaus aus?
Für private Betreiber gelten vereinfachte steuerliche Regelungen, abhängig von Anlagengröße und Nutzung. Es kann unter anderem um Umsatzsteuer, Einkommensteuer und mögliche Vereinfachungsregelungen gehen. Die konkrete steuerliche Behandlung hängt von Ihrer individuellen Situation ab – bitte klären Sie diese Punkte mit Ihrem Steuerberater. Auf Wunsch stellen wir ihm die technischen und wirtschaftlichen Daten zur Verfügung. 5. Wie werden gewerbliche PV-Anlagen abgeschrieben?
Im gewerblichen Bereich werden PV-Anlagen und Speicher üblicherweise über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zusätzlich können – je nach aktueller Rechtslage – Sonderabschreibungen oder Investitionsabzugsbeträge in Frage kommen. Die konkrete Gestaltung sollte mit Ihrem Steuerberater abgestimmt werden, damit Anlage und Abschreibungsmodell optimal zusammenpassen. 6. Welche Rolle spielen aktuelle Sonderabschreibungen oder Investitionsanreize (z. B. Investitionsbooster)?
Je nach Gesetzeslage können zeitlich befristete Sonderabschreibungen oder Investitionsprogramme die Wirtschaftlichkeit von PV, Speichern und Elektromobilität deutlich verbessern. Welche Komponenten genau begünstigt sind (z. B. Fahrzeuge, Batteriesysteme, Ladeinfrastruktur), hängt von der jeweiligen Regelung ab. Wir weisen Sie auf bekannte Möglichkeiten hin, empfehlen aber unbedingt eine individuelle Prüfung mit Ihrem Steuerberater oder Ihrer Steuerabteilung. 7. Lohnt sich eine Finanzierung trotz aktueller Zinsen?
Das hängt von den Konditionen und Ihrer Strategie ab. Oft ist es sinnvoll, günstige Fremdmittel zu nutzen und eigenes Kapital zu schonen – insbesondere wenn die erwartete Rendite der PV-Anlage über dem Zinssatz liegt. Wir stellen die Kapitaldienstfähigkeit und den Cashflow der Anlage transparent dar, damit Sie eine fundierte Finanzierungsentscheidung treffen können. 8. Wer ist Eigentümer der Anlage bei unterschiedlichen Finanzierungsmodellen?
Beim klassischen Kauf bleiben Sie Eigentümer der Anlage. Bei Leasing oder bestimmten Contracting-/Pachtmodellen gehört die Anlage einem Dritten, der sie betreibt und Ihnen die Energie oder Leistung bereitstellt. Eigentum, Bilanzierung und Verantwortlichkeiten unterscheiden sich je nach Modell – diese Aspekte beleuchten wir gemeinsam mit Ihnen und Ihren Beratern. 9. Welche Unterlagen benötigt eine Bank oder ein Finanzierungspartner für ein PV-Projekt?
Üblich sind eine technische Projektbeschreibung, Ertrags- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Investitionsplan, ggf. Informationen zum Gebäude oder Portfolio sowie Bonitätsunterlagen des Antragstellers. Von unserer Seite erhalten Sie ein strukturiertes Paket an technischen und wirtschaftlichen Unterlagen, mit dem Ihre Bank oder Ihr Finanzierungspartner arbeiten kann. 10. Unterstützen Sie bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung und Planung der Investition?
Ja. Wir erstellen für jedes Projekt eine transparente Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit Szenarien, erläutern Annahmen und zeigen die Effekte verschiedener Varianten (mit/ohne Speicher, unterschiedliche Größen, Eigenverbrauchs- und Einspeisemodelle) auf. Diese Unterlagen können Sie für interne Entscheidungen, für Finanzierungspartner und im Austausch mit Ihrem Steuerberater nutzen.
